Ein Wochenende der Superlative

Endlich gab es mal wieder ein Wochenende, dass ganz mir und meinen Hunden gehört. Keine Termine, Verpflichtungen oder sonstiges das einem das Wochenende kaputt machen kann.

Und weil der Wettergott mir wohlgesindt war, lies er es bei uns am Freitag regnen, damit es in den Bergen schneit. Natürlich hätte es bei uns auch noch schneien können, aber wir sind ja bescheiden.

 


Skitour am Samstag

Am Samstag morgen die Riis ins Auto gepackt und eine Freundin abgeholt. Los gings nach Mittenwald zu einer Skitour. Irgendwie hatte sich das gute Wetter rumgesprochen und wir steckten am Autobahnende mal wieder im Stau.

Dann doch angekommen ging es los. Wir konnten, dank Neuschnee, direkt vom Parkplatz aus mit den Ski losmaschieren. Schnell hatten wir den Anfang auf dem Forstweg hinter uns gebracht und wir schraubten uns im Zick-Zack den Hang hinauf.

 

Unsere Route führte durch das Dammkar hinauf zu den Karwendelspitzen. Das Dammkar ist eine breite Rinne und links und recht ragen die Berge in die Höhe. Ein Sehr beeindruckendes Bild.

Vor allem wenn die Wolken noch über den Tal hängen uns sich die Sonne immer wieder ihren Weg durch eine hoher gelegene Wolkenschicht kämpft.

 

15cm Neuschnee, wir konnten es immer noch gar nicht glauben. Und der Hang war so gut wie unverspurt. Mit der Motivation auf eine Traumabfahrt erklommen sich die Höhenmeter fast wie von alleine. Zumindest bei mir uns Riis. Nur Julia die schleppte noch das Ende einer Erkältung mit sich rum... Aber für so einen Hang lohnt sich jede Qual. Riis sollte hinter mir gehen, am besten auch in der Spur und das hat sie, dafür das es erst ihre zweite Skitour war, sehr gut gemacht. Nur ab und an muss man halt doch mal schauen wie schön die anderen Skifahrer den Hang hinab gewedelt sind und deren Schlangenlinien nachlaufen.

 

 

Oben angekommen ging es durch ein 430m langes Tunnel, das einfach so durch den Berg gegraben wurde zur Bergwelt Karwendel. Dort Mittag gemacht und dann wieder zurück durchs Tunnel, zu unserer Abfahrt....

Und jetzt die Abfahrt – seufz – Ein Traum.

Durch fluffigen Pulver wedeltem wir uns Richtung Tal. Und es gab nicht nur einen schönen Hang, sondern davon abhänging wie man es sehen möchte, entweder mehrere kleine oder und dafür bin ich, einen großen Hang. Dieser brachte es insgesamt auf stolze 800hm. Und dann noch weitere 500hm auf der Forststraße. Riis lief wie ein Profi einfach ihre Linie, ohne einen von uns zwei zu behindern und blieb aber trotzdem immer in der Nähe von mir. Sie ist definitiv ein Skitouren Hund, zwar noch in Ausbildung, aber mit Ambitionen zum Profihund.

 

Leider war die Abfahrt viel zu schnell vorbei. Obwohl wir sie nicht am Stück gefahren sind, um immer eine schöne Linie suchen zu können und den Oberschenkeln etwas Pause zu verschaffen.

Auch die Riis konnte etwas Verschnaufen, denn Bergab im Tiefschnee rennen macht zwar eine mords Gaudi, aber ist auch echt anstrengend.

 

 

Zurück am Auto strahlten wir drei bis über beide Ohren. Und waren uns einig, dass wir das beste gemacht haben, was man an so einem Samstag hätte machen können und dann auch noch bei der Wahl der Skitour ein goldenes Händchen bewiesen hatten.

Und jetzt der Sonntag

seit bestimmt 5 Wochen war die Tour geplant, dass Wetter hätte also auch absolut ätzend sein können, aber nein, es gab strahlenden Sonnenschein ohne ein Fitzelchen von einer Wolke. Sonne und Schnee so weit das Auge reicht. Und es gab dank dem Schneefall am Freitag auch eine Menge Neuschnee. Sozusagen das Winterwonderland in Perfektion.

 

Es war geplant, dass meine Freundin mit ihrem Goldi, ihrer Mum und meiner Mum, dem Ari, der Riis und dem Filou zusammen mit mir eine Tour unternehmen, die ich sorgfältig ausgewälhlt hatte. Damals waren wir ja schon vier Weiber mit 4 Hunden...

 

Und dann ist auf einmal noch sehr spontan Fala in mein Rudel geschneit. Also waren es fünf Hunde. Gut das wir einen VW Bus haben, da passen alle samt Rucksäcke und Schneeschuhe ohne Probleme rein.


Am Parkplatz der Stümpflingbahn ging es los. Erst mal schnell das Skigebiet queren. Schnell war es dann nicht so, weil Fala dafür gesorgt hat das es mehrmals Leinensalat gab. Aber nach anfänglichen Startschwierigkeiten lief es. Dann noch in die Schneeschuhe geschlüpft und los ging es, auf der Skitourenroute hinauf zum Stolzenberg. Der Anstieg hatte es in sich und die Hunde durften schuften. Filou, den die Mama vorgespannt hatte, nahm das mit dem schuften extrem ernst. Ari dödelte nur so mit – typisch Ari halt. Riis und Fala hatten anfänglich Startschwierigkeiten, da die kleine noch nicht so ganz davon überzeugt war, einfach gerade vorweg zu marschieren. Aber auch dies hatte sich bis zum ersten Gipfel absolut eingespielt und die zwei zuckelten einträchtig vor mir her. Und Fala merkte, dass sie ein Zughund ist...

 

Vom Stolzenberg ging es auf dem Bergrücken am Rotkopf vorbei und weiter zum Roßkopf. Dabei begegneten wir keiner Menschenseele und folgten nur einer einsamen Skitourenspur. Da kommt Abenteuerfeeling auf...

 

Auf dem Roßkopf war es mit der Ruhe dann allerdings vorbei, denn dieser lag direkt in einem Skigebiet. Aber für den schönen Weg davor nimmt man das in kauf.

Ein paar Meter weiter, auf der Rückseite einer Hütte, fanden wir eine windgeschützte Bank auf der wir mittag machten und die umwerfende Aussicht genossen.

Danach kämpften wir uns durch einen Haufen Skifahrer und über den Stümpfling ging es zur unteren Firstalm, immer am Rand der Skipiste. Aber so lernt Fala gleich mal, dass man nicht allem hinterherläuft, dass sich bewegt.

 

Jetzt wieder ohne Schneeschuhe, fühlt sich an als würde man auf rohen Eiern laufen, da die Zacken der Schneeschuhe gefehlt haben und es jetzt natürlich erst mal kurz auf vereistem Weg hinab ging.

Aber die Sonne hatte schon ihren Dienst getan und der Schnee war wieder griffig.

 

Vom Parkplatz ging es dann noch auf einem traumhaft verschneiten Winterwanderweg halb um den Spitzingsee herum zurück zu unserem Parkplatz.

Eine perfekte Tour an einem perfekten Tag, der Fala das wandern mehr als schmackhaft gemacht hat. Aber den restlichen Tag musste sie erst mal schlafen um sich zu erholen und all die neuen Eindrücke zu verdauen und Revue passieren zu lassen...

 

Auf viele weitere Touren mit meinem Rudel und hoffentlich gib es diesesen Winter noch ein paar Touren im Schnee...

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Caro (Dienstag, 21 Februar 2017 20:14)

    Schöööön!
    Na dadrauf hab ich gewartet. hab mir extra eine Tasse Tee genommen zum lesen und jetzt schau ich mir gleich noch das Video dazu an :-)
    Schee habt ihrs bei euch. Hier ist an Winter nicht mehr zu denken.

    Bis Bald! Knuddel die Kaltnasen