Dogtrekkings gibt es überall ... hier mal unsere Berichte

Ein Dogtrekking ist immer eine Herausforderung und stellt das Hund-Mensch Team jedes mal wieder vor neue Probleme die als Team gelöst werden müssen, aber dadurch baut sich eine innige Beziehung auf, auf die sich beide Seiten zu 1000% verlassen können. 

Grenzerfahrungen

Wir starten auf all unseren Trekkings immer mit dem Ziel unser Gesetztes Ziel auch zu schaffen, und dabei ist es egal wie lange wir brauchen und welcher Platz wir am Ende sind, Hauptsache wir haben es Geschafft, den es gibt genügend die sich überschätzen oder ihre Kraft falsch einteilen, weil sie von falschem Ehrgeiz getrieben werden. Dies ist meiner Meinung nach aber der Falsche Ansatz. Wir gehen an den Start, weil wir uns zu 95% sicher sind das wir es schaffen können, wenn wir an unsere Grenzen gehen und alles geben. Und genau das ist diese Grenzerfahrung, diese 5% die offen stehen, und die man jedes mal wieder bewältigen muss, den wenn man an einem oder zwei Tagen teilweise über 5000hm oder über 80km zu Fuß geht, dann spielt die Mentale Seite auch eine ganz große Rolle, und das ist eines der Fastzinierenden Dinge der Ausdauersportarten...

also keep on Dogtrekking

 

 

 


Pfälzerwald Dogtrekking

 

 

Das erste Dogtrekking für mich seit fast 2 1/2 Jahren und das in diesem Eventlosen Corona Jahr.

Letztes Jahr hatte mich mein Bänderriss für alle gemeldeten DT’s außer Gefecht gesetzt.


Aber dafür war ich nach dieser langen Pause umso erpichter wieder ein DT zu laufen. Ich hoffte, dass es meinen beiden Mädls ebenso erging.
Aber eigentlich brauchte ich mir da gar keine Sorgen zu machen, da die beiden jederzeit für jegliche Schandtaten bereit waren.

 

Am Donnerstag ging’s direkt von der Arbeit los Richtung Pfalz, so spät abends waren die Straßen wunderschön leer und wir konnten ordentlich Kilometer machen. Gegen 22Uhr suchte ich mir einen Parkplatz um dort die Nacht zu verbringen. Früh am nächsten Morgen ging es schon wieder weiter und nach einer kurzweiligen Fahrt, es war immer noch wenig los auf den Straßen, erreichte ich auch schon Dahn, die Stadt in der Nähe des Campingplatzes. Dort am Supermarkt geparkt und Essens für die nächsten Tage eingekauft. Den Parkplatz dann auch gleich genutzt um von dort mit dem MTB mal die Gegend zu erkunden. Wir drehten eine erste „kleine“ Runde mit 25km und 500hm… morgen würde ich mir wünschen ich hätte die Runde ruhiger angegangen, ich sage nur Oberschenkel. 

Nach der Bike-Runde ging es für uns ab auf den Campingplatz. Dort dann erst mal die alten Bekannten begrüßen, die neusten Neuigkeiten austauschen und das Lager einrichten…
Da heute noch Nass von oben angesagt war, war ich mehr als froh um mein Sonnen/Regensegel am Mountaindogsmobil. Im laufe des Nachmittags trudelten so langsam immer mehr der sehr geschrumpften Anzahl an Teilnehmern ein.  Gegen 16Uhr gab es dann noch ein Training für alle die Lust hatten. Auf einer kleinen 6km Runde konnte das Kartenlesen und Checkpoint suchen geübt werden. Als die zwei Gruppen losgezogen waren, dachte ich mir, eigentlich kann so nen bisl Bewegung am Abend nicht schaden, also kurzerhand mein Zeug und die Mädels geschnappt und denen hinter her gelaufen. Nach kurzer Zeit hatte ich die langsamere Gruppe eingeholt. Nach einem netten Plausch legte ich wieder an Tempo zu um die vordere Gruppe einzuholen. Als ich dann bei denen war, drosselte ich mein Tempo und es ging den Rest der Runde gemütlich ratschend dahin.

 

Kurze Zeit nach dem ich wieder am Campingplatz war, kamen auch Simone und Daniel an. Ihre riesige grüne Pistazie (Camper) stellten sie direkt neben das Mountaindogsmobil und wir nutzen das trockene Plätzchen unter dem Segel um Abendessen zu kochen und der Dogtrekkingbesprechung zu zuhören. Anschließend war einfach noch etwas relaxen und ratschen angesagt. Ich musste dann noch all mein Zeug zam packen und dabei auch ja nix wichtiges vergessen, vor allem nicht das Stempelkissen für die Checkpoints. Die Zwillinge haben sich da echt viel Mühe gegeben, alle Checkpoints sind selbst geschnitzte Stempel mit unterschiedlichen Motiven. Ich freute mich jetzt schon auf die volle Stempelkarte am Ende der Tour.

 

Für uns drei ging es dann auch zeitig ins Bett, morgen würde ein langer Tag werden.

mehr lesen 0 Kommentare

Risserkogl-Wallberg-Schneeschuhrunde

Schöne, anstrengende und lange Schneeschuhwanderung am Tegernsee die auch technisch nicht ganz einfach ist. Es sollte als nicht gerade die erste Schneeschuhtour sein...

meist kann man zeitweise auch die Schneeschuhe an den Rucksack packen, da der Weg stellenweise so ausgetrampelt ist, dies ist aber nur in der Gegend um den Wallberg der Fall, auf der restlichen Runde ist man oftmals sehr einsam unterwegs und es kann auch gut sein, dass man fleißig Spurarbeit leisten muss.

 

Auf der Runde bewegt man für eine kurze Zeit auch in potenziellem Lawinengelände, der Rest der Tour führt der Weg entweder auf dem Kamm oder auf viel Begangenen Winterwanderwegen. Deswegen sollte man vor der Tour auf jedenfall einen Blick in den Lawinenwarnbericht werfen und während der Tour auch die Lage vor Ort beurteilen. Sinnvollerweise hat man auch die komplette Lawinenausrüstung (Schaufel, Sonde, LVS-Gerät) dabei. 

Start ist in Kreuth am Parkplatz des Gasthaus Batzenhäusl. Von dort geht es erst mal die Rodelbahn zum Setzberg hinauf. Hier sind Snowspikes sehr hilfreich, da die Rodelbahn oft sehr glatt und vereist ist. Nach 300hm zweigt ein Pfad von der Forststraße ab, der wir weiter Richtung Setzberg folgen. Ob wir hier schon die Schneeschuhe brauchen, hängt von der enge des Schnees ab und ob schon einige Leute eine Spur getreten haben oder nicht. Ich konnte bis hoch zum Kamm ohne Schneeschuhe gehen, bei so wenig Schnee ist auch die Wegfindung einfacher, im Winter ist ein GPS Track immer sinnvoll, da man einfach den Weg und die Markierungen bei viel Schnee nicht mehr sieht.

mehr lesen 0 Kommentare

Zugspitz Dogtrekking 2018

Aufstieg zur Riffelscharte
Aufstieg zur Riffelscharte

Schon Wochen vorher freute ich mich auf das ZDT, für mich ein absoluter Pflichttermin. Ein DT direkt vor der Haustür, und dann auch noch von Bernd organisiert. Allein schon seine Newsletter sind zum Wegwerfen komisch und Lachflasch Garantie mäßig geschrieben.

 

Am Montag haben Felix und ich nochmal die Zugsspitze über neue Wege erklommen, ohne Hunde, aber dafür mit Kletterei. Danach blieben nur noch drei Tage für die Regeneration. Also ganz gechillt die Woche verbracht. Am Donnerstag Abend brach aber trotzdem wie gewöhnlich das Packchaos aus. Ich werde es nie schaffen rechtzeitig mein Zeug einzupacken.

 

Nach einer erholsamen Nacht, ging es nach einem riesigem Müsli endlich nach Grainau. Nach nicht mal einer Stunde Anfahrt, waren wir auch schon da. Erst mal auf dem Campingplatz eingecheckt und Caro und Alex begrüßt, die auch schon da waren. Jetzt hieß es möglichst schnell, dass Zeug fertig packen und dann los auf die Strecke. Diesmal ging ich das ganze mit Biwak an, da wir nächste Woche auf unseren Alpencross starten und da wollte ich davor kein Risiko einer Überlastung eingehen.  

9:50 Uhr ging es dann los, die Mädls waren motiviert und zogen gleich fleißig an. Erst mal den bekannten Weg nach Hammersbach und von dort dann den Waldlehrpfad hinauf. Es ging immer hoch und glücklicherweise durch den Wald, dieser schirmte etwas von der jetzt schon sehr starken Sonne ab. Unser erstes Ziel war die Riffelscharte. So gesehen eigentlich der anspruchsvollste Abschnitt der Tour. Aber das heißt nicht, dass es danach leichter wird, sondern das ZDT wartet mit einigen anspruchsvollen Abschnitten auf, die perfekte Teamarbeit von Mensch und Hund voraussetzen.

mehr lesen 0 Kommentare

Zugspitz Supertrail 2018

Wochenlang hatte ich meinem ersten Ultra entgegengefiebert. Ich war doch etwas aufgeregt, vor allem da mein Testlauf beim Stuibenrun, aufgrund von Krankheit, leider ins Wasser gefallen war.

Doch diesmal war ich gesund und so stand dem Rennen nichts mehr im Wege.

Den Freitag hatte ich mir extra frei genommen um in Ruhe alles packen zu können. Am späten Nachmittag ging es dann endlich los. Die Riis durfte mit auf dieses große Abenteuer, die Entscheidung ob Riis oder Fala fiel mir nicht schwer, denn bei so vielen Menschen, der langen Strecke bei den warmen Temperaturen, ist die Riis einfach der bessere Hund, denn sie zieht die gesamte Zeit mit einem angenehmen Zug konstant durch und lässt sich durch nichts von Ihrem Job ablenken. Auch an den VP (VerpflegungsPunkten) war es Ihr egal, wenn einfach ungefragt Leute sie angefasst haben. Und da Riis nur moderat, aber dafür sehr konstant zieht, hatte ich auch keine Angst, dass sie bei der Hitze kollabiert.

 

 

Mit dem Auto ging es noch schnell zur Sbahn um meinen Freund abzuholen, er wollte mit kommen und in den Bergen dann eine eigene Tour machen, irgend so eine verrückte Gratwanderung.

Nach fünf Minuten Fahrt die Erkenntnis, ich hatte meine Sonnenbrille vergessen, also nochmal zurück, den bei dem Wetter wollte ich definitiv nicht ohne Brille los.

 

Jetzt aber ab nach Grainau, die Autobahn war schön leer und so erreichten wir in null komma nix Grainau. Der Zugspitz Ultra ist somit, sowas wie ein Homerun. Aufgrund ein paar verwirrend platzierter Schilder haben wir dann vor lauter ratschen den Abzweig verpasst und sind ein paar extra Meter gegangen. Dann nochmal das Auto umgeparkt und dann endlich das Gelände gefunden.

Dort stand zuerst das Startnummer holen auf dem Programm und von dort noch auf dem Weg zur Pasta Party schnell an dem Stand von Khumba vorbeigeschaut um die kostenlosen veganen Energiegels abzuholen, die jeder Starter bekommt. Dabei trafen wir noch ein paar bekannte Gesichter und man tauschte so die wichtigsten Neuigkeiten aus.

Jetzt aber ab zum Essen, Energie tanken. Für mich gab es Reis mit Tomatensoße, da ich Weizen nicht so gut vertrage nahm ich Reis als die Glutenfreie Alternative zu den Nudeln. Dazu gab es für die Veganer eine leckere rustikale Tomatensoße, also ein perfektes Gericht um gscheid Energie für den nächsten Tag zu tanken.

Wir setzten uns Außerhalb der Musikhalle auf die Wiese und genossen den Abend, Riis schleimte sich bei allen möglichen Leuten ein uns kassierte Reihenweise Streicheleinheiten. Von Hier draußen konnten wir aber trotzdem gut dem Racebriefing zuhören. Da ich die Ausschreibung und das Reglement davor schon durchgelesen hatte, war es eigentlich nichts neues für mich.

 

Danach ging es für uns drei zum Auto, damit wir zeitig ins Bett kamen um morgen fit zu sein. Da war ich mal wieder extrem froh über das Mountaindogsmobil, womit wir einfach auf dem Parkplatz übernachten konnten und dabei doch sehr komfortabel schlafen ohne einen Cent zu bezahlen.

mehr lesen 0 Kommentare

Dogtrekking Training im Alltag

 

Langsam schmilzt der Schnee, die ersten Knospen sprießen und am Wegesrand entdeckt man schon die ersten Frühblüher.
Es ist Frühling und höchste Zeit wieder intensiv mit dem Training für die anstehende Dogtrekking Saison zu beginnen. Vor allem da man nach der Winterzeit bei den jetzt wieder wärmeren Temperaturen unfassbar motiviert ist und sich regelrecht mit seinem Hund zusammen in die Natur stürzen möchte – wären da nicht Verpflichtungen, wie Arbeit, Haushalt, Kinder etc. die auch noch erledigt werden möchten, dann wäre man eigentlich nur noch draußen….
Leider benötigen diese Verpflichtungen aber ziemlich viel Zeit, sodass nicht mehr so viel für das Training bleibt und DT ist nun mal ein sehr zeit intensives Hobby, da lange Trainingsmärsche erforderlich sind.

 

Jetzt stellt sich natürlich für viele die Frage wie zur Hölle man ein ernsthaftes Training in den normalen Alltag integrieren soll. Die gute Nachricht ist, dass es möglich ist. Die schlechte, dass des Öfteren der innere Schweinehund überwunden werden muss.

 

Abhängig von der eigenen Arbeitszeit heißt es entweder früh aufstehen um vor der Arbeit noch nen paar Kilometer unter die Füße und Pfoten nehmen zu können, oder man muss sich nach der Arbeit nochmal aufraffen und ne Runde drehen.
Jetzt ist natürlich jedem klar, dass es nicht möglich ist, an einem Arbeitstag eine 50km Runde zu drehen, wenn man auch noch was erledigen muss und am nächsten Tag ausgeschlafen sein möchte.

 

Aber eine flotte Runde zwischen 15km und 30km ist durchaus drinnen. Jetzt stellt man sich natürlich die Frage wie man damit ein 100km DT finishen möchte. Die Menge machts, Ziel ist, dass man innerhalb von drei Tagen auf die Länge des DTs kommt. Umso mehr km pro Tag umso besser natürlich. Dabei ist wichtig, dass das Training an drei aufeinanderfolgenden Tagen erfolgt. Optimal wäre es, wenn man das ganze mit dem Wochenende kombinieren kann. Dann sähe ein Trainingsablauf beispielsweise so aus.

 

Samstag 30km, Sonntag 50km, Montag 20km. Somit habe ich in den drei Tagen mein Ziel von 100km erreicht. Wenn man es schafft einen Tag davon zu erhöhen um über das Ziel der 100km zu kommen ist das natürlich nochmal wirkungsvollen. Wenn Ihr nur für einen Hike oder die Tour trainiert, dann fallen natürlich auch eure täglichen Trainingseinheiten dementsprechend kürzer aus. Aber auch hier gilt beim Training die 3 Tage Regel. Obwohl es bei Distanzen unter 50km auch sinnvoll ist, im Training innerhalb von zwei Tagen auf das angestrebte Kilometerziel zu kommen.

 

Auch kann man sein Training durch Variationen in der Wirkung steigern. Eine Möglichkeit besteht darin in die Runde möglichst viele Höhenmeter einzubauen, teilweise muss man dafür den einzigen Hügel in der Umgebung halt gefühlte zehn mal hochlaufen, dass stärkt gleichzeitig auch noch die Willenskraft und das Durchhaltevermögen.


mehr lesen 1 Kommentare